In vielen Unternehmen laufen Genehmigungsanfragen noch immer über Posteingänge, Chat-Nachrichten oder sogar Papierformulare. Dabei gehen Anfragen leicht verloren, und niemand weiß genau, wer als Nächstes etwas genehmigen muss. Ohne klare Struktur und Transparenz verlangsamen sich Projekte, und die Frustration wächst – sowohl bei Mitarbeitenden, die Genehmigungen beantragen, als auch bei Führungskräften, die sie erteilen sollen.
Ein automatisierter Genehmigungsworkflow ändert das grundlegend. Dabei handelt es sich um einen digitalen Prozess, der manuelle Abstimmungsschleifen durch einen klar definierten Weg für jede Aufgabe oder jedes Dokument ersetzt. Durch die Einführung von Workflow- und Genehmigungsautomatisierung lässt sich der gesamte Genehmigungsprozess vereinfachen: Jede Anfrage gelangt automatisch zur richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt – inklusive Erinnerungen und Benachrichtigungen.
In diesem Artikel erfahren Sie, was Genehmigungsworkflows sind und warum sie wichtig sind, wie Sie einen automatisierten Genehmigungsprozess aufbauen und testen und welche Workflow-Software dabei helfen kann. Außerdem finden Sie ein praktisches Beispiel für einen Genehmigungsworkflow und erfahren, wie Sie mit Power Automate und SharePoint effiziente Genehmigungsworkflows erstellen.
Was ist ein automatisierter Genehmigungsworkflow?
Vereinfacht ausgedrückt ist ein automatisierter Genehmigungsworkflow ein vordefinierter Pfad, der eine Anfrage oder ein Dokument automatisch von einem Genehmiger zum nächsten weiterleitet – gemäß festgelegten Geschäftsregeln. Anstatt endlose E-Mails zu verschicken oder manuell nachzufassen, übernimmt das System selbstständig Weiterleitung, Erinnerungen und Statusaktualisierungen. Das reduziert das Risiko menschlicher Fehler und macht jeden Schritt nachvollziehbar.
So funktioniert ein typischer Genehmigungsworkflow-Prozess:
- Automatische Weiterleitung. Das System entscheidet anhand voreingestellter Bedingungen, wer jede Anfrage genehmigen muss, wann sie weitergeleitet wird und was als Nächstes zu tun ist. Das eliminiert das Risiko verlorener Formulare oder falsch adressierter Nachrichten.
- Klare Eskalationsregeln. Reagiert ein Genehmiger nicht innerhalb einer bestimmten Zeit, leitet der Workflow die Aufgabe automatisch an einen Vorgesetzten oder eine Vertretung weiter, damit der Prozess nicht ins Stocken gerät.
- Einheitliche Statustransparenz. Alle Beteiligten können jederzeit den aktuellen Stand einer Anfrage einsehen – wer sie gerade prüft, wie lange sie bereits in Bearbeitung ist und ob eine endgültige Genehmigung vorliegt.
- Automatische Benachrichtigungen. Das System versendet Erinnerungen zu ausstehenden Aufgaben per E-Mail, Chatbot oder mobiler Push-Benachrichtigung, damit Genehmigungen nicht ins Stocken geraten.
- Zentralisierte Ablage. Alle Anfragen, Kommentare und Dokumentversionen werden an einem Ort gespeichert – beispielsweise in SharePoint – sodass nichts in E-Mail-Ketten oder persönlichen Ordnern verloren geht.
Diese Funktionen bilden das Rückgrat der Workflow- und Genehmigungsautomatisierung und helfen Unternehmen, Zeit zu sparen und in jeder Phase der Entscheidungsfindung Verantwortlichkeiten klar zu regeln.
Was ist der Unterschied zwischen einem Workflow und einem Genehmigungsprozess?
Obwohl die Begriffe häufig synonym verwendet werden, gibt es einen klaren Unterschied: Ein Workflow ist eine beliebige Abfolge von Aufgaben, die definierte Schritte durchläuft – von der Dokumentenerstellung bis zum Abschluss oder zur Übergabe. Ein Genehmigungsprozess hingegen ist eine spezifische Art von Workflow, der ausschließlich darauf ausgerichtet ist, Bestätigungen, Freigaben oder Unterschriften von Personen oder Abteilungen einzuholen.
Beispiele hierfür:
- Genehmigung eines Urlaubsantrags
- Prüfung und Unterzeichnung eines Kundenvertrags
- Freigabe einer technischen Spezifikation oder Bestellung
- Validierung eines Zugriffsantrags für eine Software
Jede dieser Aufgaben beinhaltet strukturierte menschliche Genehmigungen, die mit einer Workflow-Genehmigungssoftware beschleunigt werden können. Durch die Automatisierung erhalten Sie schnellere Rückmeldungen, weniger Kommunikationslücken und eine bessere Nachvollziehbarkeit.
Wichtige Schritte in einem Genehmigungsworkflow
Jeder Genehmigungsworkflow-Prozess folgt einer klar definierten Abfolge von Aktionen, die Dokumente und Anfragen reibungslos von der Einreichung bis zur endgültigen Genehmigung führt. Das Verständnis dieser Phasen ist entscheidend, bevor Sie mit der Automatisierung beginnen – denn Automatisierung setzt klar definierte Schritte und Regeln voraus.
Was sind also die wichtigsten Schritte in einem Genehmigungsworkflow?

Die Automatisierung dieser Schritte durch eine Workflow-Genehmigungssoftware macht den gesamten Prozess schneller, transparenter und deutlich weniger fehleranfällig. Statt Genehmigungen manuell einzufordern oder E-Mail-Verläufe zu durchsuchen, können sich Mitarbeitende auf Automatisierungstools verlassen, die Weiterleitung, Erinnerungen und Reporting übernehmen – und so mehr Zeit für eigentliche Arbeit statt für administrative Nachverfolgung gewinnen.
Vorteile der Automatisierung von Genehmigungsworkflows für Unternehmen
Die Einführung von Workflow- und Genehmigungsautomatisierung kann das Anfragen- und Entscheidungsmanagement eines Unternehmens erheblich verbessern. Automatisierte Tools vereinfachen nicht nur die interne Kommunikation, sondern bieten auch messbare Vorteile, die sich direkt auf die Produktivität auswirken.
Hier sind die wichtigsten Vorteile, die Unternehmen nach der Einführung eines automatisierten Genehmigungsworkflows erleben:
✅ Geschwindigkeit. Automatisierung reduziert die Genehmigungszeit von Tagen auf Stunden. Sobald eine Anfrage eingereicht wird, wird sie sofort an die richtige Person weitergeleitet – Erinnerungen und Eskalationen regeln Verzögerungen automatisch.
✅ Transparenz. Alle Beteiligten können jederzeit den aktuellen Status jeder Anfrage einsehen – wer sie gerade prüft, wie lange sie aussteht und welcher Schritt als Nächstes folgt. Diese Echtzeittransparenz hilft Führungskräften, Engpässe zu erkennen und zu beseitigen.
✅ Verantwortlichkeit. Ein automatisiertes System erfasst jede Aktion lückenlos und weist die Verantwortung klar bestimmten Genehmigern zu. Diese Struktur fördert eigenverantwortliches Handeln und erleichtert bei Bedarf die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen.
✅ Weniger Fehler. Wenn der Genehmigungsworkflow-Prozess automatisch abläuft, besteht kein Risiko verlorener E-Mails, übersehener Anhänge oder vergessener Freigaben. Alles ist zentralisiert und nachvollziehbar.
✅ Analysen und Erkenntnisse. Die meisten Workflow-Genehmigungslösungen umfassen Reporting-Funktionen, die aufzeigen, welche Prozesse am langsamsten sind und wo Verzögerungen entstehen. Diese Daten ermöglichen eine ergebnisorientierte Prozessoptimierung.
✅ Ressourceneinsparungen. Automatisierung entlastet Mitarbeitende von wiederkehrenden Nachfassaufgaben und manueller Koordination. Statt Genehmigungen einzuholen, können sie sich auf wertschöpfendere Tätigkeiten konzentrieren.
Insgesamt wandeln diese Vorteile Genehmigungsworkflows von einer administrativen Last in einen Wettbewerbsvorteil. Ein gut gestalteter automatisierter Genehmigungsprozess beschleunigt nicht nur Entscheidungen, sondern fördert auch eine Kultur der Verantwortlichkeit im Unternehmen.
Starten eines automatisierten Genehmigungsworkflows
Auch wenn automatisierte Genehmigungssysteme komplex klingen mögen, ist das Einreichen einer Genehmigungsanfrage bewusst einfach gehalten. Ziel ist es, manuelle Schritte zu eliminieren, damit sich Mitarbeitende auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können – nicht auf den administrativen Teil von Genehmigungen. In den meisten automatisierten Genehmigungsworkflows müssen Mitarbeitende lediglich ein Antragsformular korrekt ausfüllen – den Rest erledigt das System.
Einreichen einer Genehmigungsanfrage
Sobald Ihr Unternehmen Workflow-Genehmigungen in einer digitalen Umgebung eingerichtet hat – etwa in SharePoint, Microsoft Teams oder einem anderen internen Arbeitsbereich – ist das Starten eines Workflows denkbar einfach. So sieht der Prozess typischerweise aus:
- Antragsformular öffnen. Der Mitarbeitende öffnet ein spezifisches Formular im Unternehmensportal, auf der SharePoint-Website oder im Teams-Arbeitsbereich.
- Pflichtfelder ausfüllen. Es werden alle erforderlichen Angaben gemacht – Betreff, Beschreibung, Betrag (bei finanziellen Genehmigungen) – und zugehörige Dateien wie Verträge oder Budgetpläne angehängt.
- Genehmigungsparameter auswählen. Falls zutreffend, kann der Antragsteller Fristen, Kategorien oder weitere Optionen festlegen, die den Ablauf des Genehmigungsworkflows bestimmen.
- Antrag einreichen. Mit einem Klick auf „Einreichen" oder „Prozess starten" beginnt der Genehmigungsworkflow automatisch. Der Initiator erhält eine Bestätigung, dass seine Anfrage zur Prüfung weitergeleitet wurde.
Dieses intuitive Design macht den Genehmigungsworkflow-Prozess für jeden Mitarbeitenden zugänglich – auch ohne technische Kenntnisse. Der Großteil der Komplexität spielt sich im Hintergrund ab, wo die Automatisierung übernimmt.
Was danach passiert: Systemautomatisierung
Nach dem Einreichen der Anfrage führt der automatisierte Genehmigungsworkflow mehrere Aufgaben ohne manuellen Eingriff aus:
- Automatische Weiterleitung. Das System identifiziert anhand definierter Geschäftsregeln den zuständigen Genehmiger – in der Regel die direkte Führungskraft oder die Abteilungsleitung des Antragstellers.
- Benachrichtigungen. Genehmiger erhalten sofortige Hinweise per E-Mail, Chat oder direkt in Teams – mit einem Link zum Öffnen der Anfrage.
- Statustransparenz. Der Antragsteller kann jederzeit den aktuellen Stand seiner Einreichung einsehen – wer sie gerade prüft und wie viel Zeit bereits verstrichen ist.
- Automatische Erinnerungen. Handelt ein Genehmiger nicht innerhalb einer festgelegten Frist, verschickt das System automatisch eine Erinnerung – ohne zusätzliche Anrufe oder Nachfass-E-Mails.
Diese Automatisierung sorgt für eine konsistente Erfahrung für Mitarbeitende und gewährleistet gleichzeitig vollständige Transparenz über alle Workflow-Genehmigungen hinweg. Sie beschleunigt nicht nur die Entscheidungsfindung, sondern stärkt auch die Prozesskontrolle.
Best Practices für schnellere und effizientere Genehmigungen
Selbst in einem vollständig automatisierten System können Mitarbeitende die Effizienz des Genehmigungsworkflow-Prozesses durch einige einfache Gewohnheiten weiter verbessern. Diese Praktiken helfen dabei, Anfragen reibungslos durch den automatisierten Genehmigungsworkflow zu führen – ohne Verzögerungen oder manuelle Rückfragen.
- Alle notwendigen Dateien vorab anhängen. Fügen Sie stets unterstützende Dokumente wie Verträge, Kostenvoranschläge oder technische Spezifikationen bei. So können Genehmiger fundierte Entscheidungen treffen, ohne zusätzliche Unterlagen anfordern zu müssen.
- Klare und prägnante Beschreibungen verfassen. Verwenden Sie in den Feldern „Betreff" und „Beschreibung" konkrete, verständliche Formulierungen. Vermeiden Sie vage Aussagen – das hilft dem Genehmiger, den Kern der Anfrage sofort zu erfassen.
- Interne Regeln und Fristen einhalten. Reichen Sie Anfragen rechtzeitig ein, um Genehmigungsfristen zu respektieren. Das ist besonders wichtig bei finanziellen oder beschaffungsbezogenen Workflows.
- Ausschließlich das zentrale Portal nutzen. Arbeiten Sie über das dedizierte System Ihres Unternehmens – etwa ein SharePoint-Portal mit Integration der Virto Workflow Automation App – anstatt Genehmigungen über Chat oder E-Mail abzuwickeln. So bleiben alle Anfragen nachvollziehbar und werden einheitlich gespeichert.

Beispiele für automatisierte Genehmigungsworkflows
Um besser zu veranschaulichen, wie Automatisierung in verschiedenen Geschäftsszenarien funktioniert, werfen wir einen Blick auf einige Genehmigungsworkflow-Beispiele, die zeigen, wie Regeln und Routen an reale Unternehmensanforderungen angepasst werden können.
1️⃣ Genehmigung eines Verkaufsangebots. Ein Vertriebsmitarbeiter reicht ein Handelsangebot ein, das automatisch folgenden Weg nimmt: Vertriebsmitarbeiter → Vertriebsleiter → CFO → CEO.
Jede Genehmigungsstufe kann vom Auftragswert abhängen – Anfragen unter 5.000 € erfordern beispielsweise nur die Freigabe des Vertriebsleiters, während größere Aufträge an Finanz- und Geschäftsführung weitergeleitet werden.
2️⃣ Onboarding neuer Mitarbeitender. Die Personalabteilung reicht ein Onboarding-Formular ein, das automatisch die Abteilungen durchläuft: HR → Abteilungsleitung → IT-Abteilung → Facility Management.
Der Workflow prüft, ob die Rolle des Mitarbeitenden spezifische Geräte oder Systemzugänge erfordert. Die IT erhält sofortige Aufgaben für die Gerätezuweisung, während das Facility Management den Arbeitsplatz vorbereitet.
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3️⃣ Genehmigung einer Spesenabrechnung. Ein Mitarbeitender erstellt einen Finanzantrag, der wie folgt weitergeleitet wird: Mitarbeitender → Projektleitung → Buchhaltung.
Überschreitet der Betrag einen definierten Grenzwert, eskaliert das System den Antrag automatisch an die Finanzleitung. Nach der Genehmigung wird der Antragsteller benachrichtigt und die Daten werden mit den Buchhaltungsunterlagen synchronisiert.
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In jedem dieser Beispiele läuft der Genehmigungsworkflow-Prozess nach vordefinierter Logik ab – mit Bedingungen, Grenzwerten und Eskalationsregeln –, was manuelle Überwachung überflüssig macht und sicherstellt, dass alle Schritte in der richtigen Reihenfolge und zum richtigen Zeitpunkt erfolgen.
Tools für die Automatisierung: Überblick und Auswahlkriterien
Um einen effektiven automatisierten Genehmigungsworkflow zu erstellen, benötigen Sie eine auf Ihre Geschäftsanforderungen abgestimmte Workflow-Genehmigungssoftware. Diese Tools sind sehr unterschiedlich – von flexiblen Allzweckplattformen über dedizierte Business-Process-Management-Systeme (BPM) bis hin zu integrierten Optionen innerhalb von Ökosystemen wie SharePoint. Die richtige Wahl hängt von Faktoren wie Benutzerfreundlichkeit, Integrationsmöglichkeiten, Kosten und der Komplexität Ihrer Genehmigungsprozesse ab.
Verbreitete Ansätze und Tools für Genehmigungsworkflows
👉 Universelle Workflow-Builder: Vielseitige Plattformen für ein breites Spektrum an Workflow-Automatisierungsaufgaben. Sie bieten in der Regel Drag-and-Drop-Oberflächen und lassen sich mit vielen Drittanbietersystemen integrieren. Beispiele: Microsoft Power Automate, Zapier und Nintex.
- Vorteile: Flexibel, oft benutzerfreundlich und in der Lage, verschiedenste Anwendungen zu verbinden.
- Nachteile: Für stark regulierte oder komplexe Prozesse ist möglicherweise eine individuelle Anpassung erforderlich.
👉 Spezialisierte BPM-Systeme: Für große Unternehmen mit komplexen, regulierten Workflows konzipiert. BPM-Systeme wie IBM Business Automation Workflow, Appian oder Pega bieten fortschrittliche Prozessmodellierung, Compliance-Tracking und Skalierbarkeit.
- Vorteile: Robuste Prozesskontrolle, Prüfpfade und Compliance-Funktionen.
- Nachteile: Höhere Kosten und steilere Lernkurve; erfordern oft IT-Beteiligung.
👉 Integrierte Unternehmensplattform-Tools: Für Unternehmen, die Plattformen wie SharePoint nutzen, bieten integrierte oder erweiterte Tools (z. B. SharePoint Designer-Workflows, Virto Workflow Automation und Power Automate-Integration) eine nahtlose Anbindung an vorhandene Daten- und Kollaborationsumgebungen.
- Vorteile: Native Integration mit bestehenden Inhaltsrepositorys und vertraute Benutzererfahrung.
- Nachteile: Möglicherweise Einschränkungen bei stark individualisierten Workflows.
Kriterien für die Auswahl der richtigen Workflow-Genehmigungssoftware

Moderne Systeme bieten häufig vorgefertigte Formulare, die das Initiieren von Genehmigungsworkflows vereinfachen, indem sie den Prozess automatisch auslösen, sobald ein Formular eingereicht wird.
Genehmigungsautomatisierung in SharePoint
Für Unternehmen, die bereits SharePoint nutzen, ist die Wahl von Tools, die tief in dieses Ökosystem integriert sind, eine naheliegende Entscheidung. SharePoint (sowohl in der Online- als auch in der On-Premises-Version) bietet robuste Möglichkeiten zur Automatisierung von Genehmigungsprozessen – über Dokumentbibliotheken, Listen und die enge Integration mit Microsoft Power Automate.
Wie Genehmigungsautomatisierung in SharePoint funktioniert
Die Automatisierung von Genehmigungsworkflows in SharePoint umfasst typischerweise folgende Schritte:
- Einrichtung einer SharePoint-Liste oder Dokumentbibliothek als zentrale Ablage für genehmigungspflichtige Elemente oder Dokumente. Diese dient als Auslöser für den Workflow, sobald neue Elemente hinzugefügt oder bestehende geändert werden.
- Mit Power Automate erstellt ein Administrator oder Power User einen Workflow (auch „Flow" genannt), der startet, wenn ein SharePoint-Element erstellt oder geändert wird. Der Flow umfasst Aktionen wie das Versenden von Genehmigungsanfragen, das Einsammeln von Antworten und das Aktualisieren des Elementstatus.
- Genehmiger erhalten Benachrichtigungen per E-Mail oder Teams-Nachricht mit direkten Links zum Prüfen, Genehmigen oder Ablehnen des Elements.
- Der Workflow kann bedingte Logik für mehrere Genehmigungsstufen, parallele Genehmigungen und Eskalationsregeln enthalten.
- Nach Abschluss aktualisiert SharePoint automatisch das Statusfeld des Elements (z. B. Genehmigt, Abgelehnt) und dokumentiert Kommentare und den Verlauf zu Prüfzwecken.
Diese enge Integration zwischen SharePoint und Power Automate ermöglicht es Unternehmen, auch anspruchsvolle Genehmigungsworkflows ohne individuelle Programmierung zu automatisieren. Gleichzeitig bleiben alle relevanten Informationen und Dokumente an einem zentralen Ort – dem SharePoint-Portal selbst.
Dieser Ansatz funktioniert gleichermaßen bei SharePoint Online, wo cloudbasierte Power Automate-Flows die neuesten Funktionen bieten, wie auch bei SharePoint On-Premises in hybriden Umgebungen, die mit Microsoft 365-Funktionen verbunden sind.
👉 Mehr erfahren über SharePoint-Automatisierung »>
Power Automate
Microsoft Power Automate ist eines der beliebtesten Tools zur Erstellung automatisierter Genehmigungsworkflows innerhalb des Microsoft 365-Ökosystems. Es eignet sich hervorragend für den schnellen Aufbau standardisierter Genehmigungsprozesse – ohne tiefgehende technische Kenntnisse.
Hier ist eine schrittweise Anleitung zur Einrichtung eines Genehmigungsworkflows in Power Automate:
- Neuen Flow erstellen: Melden Sie sich bei Power Automate an und wählen Sie die Option „Automatisierter Cloud-Flow", dann eine Vorlage wie „Genehmigung starten".
- Trigger konfigurieren: Legen Sie fest, wie der Workflow gestartet werden soll – beispielsweise wenn ein neues Element in einer SharePoint-Liste erstellt oder ein Dokument in eine Bibliothek hochgeladen wird.
- Aktion „Genehmigung starten und auf Antwort warten" hinzufügen: Wählen Sie den Genehmigungstyp (z. B. einzelner Genehmiger, alle müssen zustimmen, erster Responder), geben Sie die E-Mail-Adressen der Genehmiger an und fügen Sie Felder für Anfragedetails hinzu.
- Bedingungen festlegen: Verzweigen Sie den Workflow basierend auf dem Genehmigungsergebnis. Bei Genehmigung den Initiator benachrichtigen und den SharePoint-Status aktualisieren; bei Ablehnung eine Überarbeitungsanfrage senden.
- Benachrichtigungen einrichten: Konfigurieren Sie E-Mail- oder Teams-Benachrichtigungen für alle Beteiligten bei jedem wichtigen Schritt.
👉 Microsofts Anleitung: Erste Schritte mit Power Automate-Genehmigungen »>
Über einfache Genehmigungen hinaus unterstützt Power Automate auch erweiterte Szenarien:
- Sequenzielle Genehmigungen: Weiterleitung von Anfragen durch eine Kette von Genehmigern in einer bestimmten Reihenfolge.
- Bedingte Weiterleitung: Steuerung von Genehmigungen auf Basis von Kriterien wie Betragsgrenzen, Anfragekategorien oder Abteilungen.
- Eskalationen: Automatische Weiterleitung überfälliger Anfragen an Vorgesetzte.
- Anhangsverwaltung: Automatisches Speichern genehmigter Dokumente in definierten SharePoint-Ordnern.
Einschränkungen von Power Automate
Power Automate hat jedoch einige wichtige Einschränkungen, die bei der Gestaltung von Genehmigungsworkflows zu beachten sind:
❌ Komplexität bei vielen Workflows: Die Verwaltung einer großen Anzahl gemischter Workflows kann schwierig werden, insbesondere wenn Prozesse wachsen und sich diversifizieren – eine sorgfältige Administration ist erforderlich, um die Übersicht zu behalten.
❌ Herausforderungen bei der Individualisierung: Hochspezialisierte oder nicht standardmäßige Genehmigungsszenarien mit komplexer Logik sind mit den Standardfunktionen von Power Automate unter Umständen schwer umsetzbar, was zu mehreren parallelen Flows führen kann.
❌ Verarbeitungsverzögerungen und Timeouts: Genehmigungsflows können nach 28–30 Tagen ohne Antwort ablaufen, was zu Prozessfehlern führt. Hohe AnfrageVolumina oder komplexe mehrstufige Workflows können ebenfalls zu langsamerer Verarbeitung oder Verzögerungen führen.
❌ Lizenz- und Nutzungsgrenzen: Je nach Lizenzstufe gibt es Obergrenzen für die Anzahl der Flow-Ausführungen und Aktionen, was bei unternehmensweitem Hochvolumeneinsatz ein Upgrade erforderlich machen kann.
❌ Fehlerbehandlung und hängende Workflows: Häufige Probleme wie Verbindungsfehler, Berechtigungsprobleme oder hängengebliebene Genehmigungsanfragen erfordern Monitoring und manuelle Eingriffe, was die reibungslose Automatisierung unterbricht.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, können erweiterte Konfigurationen die Erstellung und das Warten auf Genehmigungen in separate Aktionen aufteilen, Timeout-Handler und Eskalationen einführen und lang laufende Prozesse in verkettete Flows aufsplitten. Dies erhöht jedoch die Komplexität und erfordert technisches Know-how.
Für komplexe, geschäftskritische Genehmigungsanforderungen in SharePoint bieten spezialisierte Lösungen wie die Virto Workflow Automation App deutliche Vorteile gegenüber dem Standard-Power Automate:
- Ein zentralisierter Bereich zur Verwaltung aller Genehmigungsprozesse für einfachere Übersicht und Governance.
- Fertige Vorlagen für gängige Geschäftsszenarien, die die Implementierungszeit verkürzen.
- Tiefere und reibungslosere Integration mit SharePoint und Microsoft Teams für eine bessere Benutzererfahrung.
- Robustere Steuerungsmöglichkeiten und mehr Flexibilität bei der Gestaltung erweiterter Weiterleitungen, mehrstufiger Genehmigungen, Eskalationen und Ausnahmebehandlungen.
Virto Workflow Automation App für SharePoint Online & Microsoft 365
Die Virto Workflow Automation App ist eine moderne Low-Code-Lösung, die speziell für heutige Cloud-Umgebungen entwickelt wurde. Sie ermöglicht es Business-Usern und IT-Teams, komplexe Genehmigungsworkflows mithilfe eines visuellen Designers einfach zu erstellen – mit Unterstützung für verschachtelte Weiterleitungspfade, Bedingungen und Verzweigungslogik, ganz ohne Code. Die tiefe Integration mit SharePoint, Microsoft Teams und Outlook stellt sicher, dass der gesamte Genehmigungsprozess in vertrauten Oberflächen stattfindet – was die Nutzerakzeptanz und Effizienz deutlich steigert.

Zentrale Funktionen für automatisierte Genehmigungsworkflows:
- Visueller Designer: Vereinfacht die Erstellung mehrstufiger und bedingter Genehmigungsketten.
- Native Integration: Genehmigungen erfolgen direkt in SharePoint-Dokumentbibliotheken, Teams-Chats oder Outlook-E-Mails – für reibungsloses Handeln ohne Plattformwechsel.
- Fertige Vorlagen: Eine umfangreiche Bibliothek vorgefertigter Workflow-Vorlagen und Aktionen beschleunigt die Bereitstellung gängiger Genehmigungsszenarien.
- Zentralisiertes Management: Ein übersichtliches Dashboard bietet einen vollständigen Überblick über alle laufenden Genehmigungen und ermöglicht Führungskräften, den Fortschritt zu verfolgen und bei Bedarf einzugreifen.
Workflow Activities Kit für SharePoint On-Premises
Für Unternehmen, die SharePoint auf lokalen Servern betreiben, erweitert das VirtoSoftware Workflow Activities Kit SharePoint Designer-Workflows um ein umfangreiches Arsenal an benutzerdefinierten Aktivitäten für erweiterte Genehmigungslogik – weit über die standardmäßigen Möglichkeiten hinaus. Dieses Kit hilft dabei, robuste, sichere und komplexe automatisierte Genehmigungen in Umgebungen umzusetzen, in denen Datenkontrolle und die Zuverlässigkeit der On-Premises-Infrastruktur oberste Priorität haben.

Vorteile:
- Erweiterte Funktionen: Fügt Möglichkeiten hinzu, Genehmigungen mit komplexer Verzweigung, Eskalationen und Integrationen zu modellieren, die standardmäßig nicht verfügbar sind.
- Sicherheitsorientiert: Betrieb innerhalb des Unternehmensnetzwerks – ideal für die Bearbeitung vertraulicher oder sensibler Dokumentengenehmigungen mit strengen Compliance-Anforderungen.
- Kritische Geschäftsautomatisierung: Unterstützt die Automatisierung geschäftskritischer Workflows mit vollständiger Kontrolle über die Hardware- und Softwareumgebung – unverzichtbar für regulierte Branchen.
Praxisanwendungsfälle mit Virto-Tools
Virto Workflow Automation App und Virto Workflow Activities Kit bieten vielseitige Lösungen zur Automatisierung komplexer Genehmigungsprozesse in verschiedenen Geschäftsbereichen.
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Genehmigung von Verkaufsverträgen Verkaufsangebote können automatisch durch mehrere Managementebenen geleitet werden – z. B. Vertriebsleiter, Vertriebsdirektor, CFO und CEO. Das System unterstützt dynamische Eskalation: Verpasst ein Genehmiger die Frist, wird die Anfrage automatisch an eine höhere Instanz weitergeleitet, damit der Prozess nicht ins Stocken gerät.
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Onboarding-Workflow für neue Mitarbeitende Der Onboarding-Prozess umfasst typischerweise Genehmigungen und Aufgaben in den Bereichen HR, IT und Facility Management. Virto-Tools koordinieren sequenzielle und parallele Schritte: z. B. Einreichung des Einstellungsantrags durch HR, Genehmigung durch die Abteilungsleitung, Bereitstellung von Hard- und Software durch die IT sowie Vorbereitung des Arbeitsplatzes durch das Facility Management. Integrierte Benachrichtigungen und Statusverfolgung halten alle Beteiligten informiert.
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Automatisierung von Spesenabrechnungen Spesenanträge können mehrstufige Genehmigungspfade auslösen, die auf Ausgabenlimits, Abteilungsbudgets und Projektkodes basieren. Die Virto-Lösung konsolidiert alle Prüfpfade und Genehmigungshistorien in SharePoint und gewährleistet so Transparenz und Compliance. Außerdem können Belege angehängt und abgeschlossene Abrechnungen automatisch zur buchhalterischen Weiterverarbeitung weitergeleitet werden.
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Dokumentenveröffentlichung und rechtliche Prüfung Marketinginhalte, Rechtsdokumente oder öffentliche Kommunikation können durch vordefinierte Genehmigungsketten geleitet werden – mit Beteiligung von Marketingleitung, Rechtsabteilung und Geschäftsführung. Der visuelle Designer von Virto ermöglicht die Erstellung von Verzweigungslogik – beispielsweise das Weiterleiten bestimmter Dokumenttypen an zusätzliche Prüfende oder das Neustarten von Workflows, wenn Änderungen angefordert werden.
In all diesen Szenarien erweitert VirtoSoftware die nativen Workflow-Funktionen von SharePoint durch No-Code-Tools, tiefe Integration mit Teams und Outlook sowie zentralisiertes Management. So können Unternehmen Genehmigungen effizient automatisieren, Compliance sicherstellen und lückenlose Prüfpfade führen – ohne aufwendige Individualentwicklung.
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So implementieren Sie einen automatisierten Genehmigungsprozess: Praktische Schritte
Die Implementierung eines effektiven automatisierten Genehmigungsworkflows erfordert einen strukturierten Ansatz. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen reibungslosen Übergang von manuellen zu automatisierten Genehmigungen:
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Den problematischsten Prozess für einen Piloten auswählen Beginnen Sie mit einem Prozess, der häufig zu Verzögerungen oder Verwirrung führt. Dieser gezielte Pilot ermöglicht es Ihnen, die Automatisierung in überschaubarem Rahmen zu testen und schnelle Erfolge zu erzielen.
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Den Prozess detailliert dokumentieren Halten Sie fest, wer die Beteiligten sind, welche Genehmigungsbedingungen und -fristen gelten und wie der Prozess derzeit abläuft. Eine klare Dokumentation stellt sicher, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis haben.
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Das geeignete Tool auswählen Evaluieren Sie Workflow-Genehmigungssoftware nach Ihren Anforderungen – von universellen Buildern wie Power Automate bis hin zu spezialisierten Tools wie der Virto Workflow Automation App für SharePoint-Umgebungen.
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Den Prozess in einer Testumgebung konfigurieren Richten Sie den automatisierten Workflow in einer Sandbox oder einem Testsystem ein, um Logik, Weiterleitung, Benachrichtigungen und Eskalationsregeln vor dem Live-Gang zu validieren.
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Eine kleine Benutzergruppe schulen Testen Sie den neuen Workflow mit einer ausgewählten Benutzergruppe. Schulen Sie diese darin, wie Anfragen eingereicht, Genehmigungen geprüft und Statusbenachrichtigungen im automatisierten System interpretiert werden.
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Ausrollen, Feedback sammeln und optimieren Sobald der Workflow erfolgreich getestet wurde, können Sie ihn unternehmensweit einführen. Sammeln Sie kontinuierlich Nutzerfeedback und überwachen Sie die Systemleistung, um Genehmigungspfade, Benachrichtigungen und Automatisierungsregeln für maximale Effizienz anzupassen.
Fazit
Die Automatisierung von Genehmigungsworkflows ist längst kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit für effizientes und transparentes Geschäftsprozessmanagement. Sie beschleunigt Routineaufgaben, reduziert Fehler und bietet klare Einblicke in jede Genehmigungsphase – und hilft Unternehmen, agil zu bleiben.
Die Wahl des richtigen Tools hängt von den spezifischen Anforderungen und der IT-Infrastruktur Ihres Unternehmens ab. Für SharePoint-Nutzer stellen Lösungen wie die VirtoSoftware-Tools dank ihrer tiefen Integration und fortschrittlichen Workflow-Funktionen einen optimalen Weg zu schnellen und zuverlässigen Ergebnissen dar.
Der beste Einstiegspunkt ist die Analyse eines manuellen Genehmigungsprozesses in Ihrem Unternehmen. Überlegen Sie, wie Automatisierung Geschwindigkeit und Genauigkeit verbessern könnte, und erkunden Sie dann die hier vorgestellten Tools, um Ihre Reise hin zu schnellen und automatisierten Genehmigungsworkflows zu beginnen.